Erfolgsgeschichten

Der lange Weg zur Hoffnung: Die Geschichte von Johanna und Michael

Johanna (@raven_ways): „Wir leben endlich unseren Traum, für den wir so viele Jahre gekämpft haben!“

Johanna und Michael, ein Ehepaar aus Schweden, kamen im Jahr 2023 in die OLGA Clinic – nach einer langen und kräftezehrenden Kinderwunschgeschichte. Mit 40 beziehungsweise 42 Jahren hatten sie bereits zehn erfolglose IVF-Behandlungen hinter sich: zwei in Malmö (Schweden) und acht in München (Deutschland). Die bisherigen Behandlungen, darunter natürliche IVF-Zyklen sowie IVF nach Standard-Antagonistenprotokollen, hatten kaum Erfolg gebracht. Nach all den Jahren war lediglich eine biochemische Schwangerschaft entstanden.

Johannas medizinische Ausgangssituation stellte das Behandlungsteam vor mehrere Herausforderungen: fortgeschrittenes mütterliches Alter (40 Jahre), ein niedriger AMH-Wert (0,5 µg/l), eine Vorgeschichte mit Zervixkonisationen und Zervixstenose, ein intramurales Myom sowie eine rheumatoide Arthritis in Remission. Als das Paar erstmals Kontakt mit der OLGA Clinic aufnahm, hatte es nahezu jede Hoffnung verloren.

Trotz all dieser Herausforderungen gelang es uns, bereits nach nur einem IVF-Versuch in der OLGA Clinic - mit ihren den eigenen Eizellen und Spermien des Paares - den Wunsch nach einem eigenen Kind zu erfüllen.

Überblick über die bisherigen Behandlungen in Schweden und Deutschland

Schritt 1: Gründliche Analyse der bisherigen Krankengeschichte, der IVF-Behandlungen und des aktuellen Gesundheitszustands

Dr. Anna Gusareva investierte viele Stunden in die sorgfältige Analyse sämtlicher medizinischer Unterlagen. Gemeinsam mit Johanna und Michael besprach sie deren gesamte Vorgeschichte und entwickelte eine individuell auf ihre Situation abgestimmte Behandlungsstrategie.

Schritt 2: Aufbau einer optimalen Eizell- und Spermienqualität in der OLGA Clinic

Im zweiten Schritt verabschiedeten wir uns vom klassischen „One-size-fits-all“-Ansatz der hormonellen Stimulation. Um die Qualität der Eizellen und Spermien zu verbessern und mögliche Defizite auszugleichen, erhielten beide Partner ein individuell abgestimmtes, intensives Nahrungsergänzungsprogramm.

Ziel war es,

  • die Energieversorgung von Eizellen und Spermien zu verbessern,
  • die Empfindlichkeit der Eierstöcke gegenüber FSH und LH zu erhöhen,
  • oxidativen Stress zu reduzieren sowie
  • Vitamin- und Eisenmängel auszugleichen.

Schritt 3: Eine hochentwickelte Stimulationsstrategie in der OLGA Clinic

Dr. Pavel Semenov war der behandelnde Arzt und verantwortlich für die ovarielle Stimulation. Nachdem ein erster Stimulationszyklus im Februar 2024 aufgrund einer unzureichenden Follikelentwicklung abgebrochen werden musste, passte das Team der OLGA Clinic die Behandlungsstrategie an. Dr. Pavel Semenov entschied sich für ein individuell abgestimmtes GnRH-Agonistenprotokoll mit Pergoveris® 300 IE, dem eine Vorbehandlung mit einer oralen Kontrazeptionspille (OCP) vorausging.

Die medizinische Logik dahinter war klar: Die OCP sorgte für eine Synchronisierung der Follikel, sodass sie sich gleichmäßig entwickelten. Das Agonistenprotokoll gewährleistete gleichzeitig einen zuverlässigeren Schutz vor einem vorzeitigen parasitären LH-Anstieg. Dadurch konnten die Follikel langsamer, gleichmäßiger und über einen längeren Zeitraum heranwachsen. Die Eizellen erhielten so mehr Zeit, Energiereserven aufzubauen und ihre zytoplasmatische Reifung zu vollenden, bevor am 14. Zyklustag die Auslösung des Eisprungs mit Ovitrelle® erfolgte.

36 Stunden später wurde die Follikelpunktion durchgeführt. Es konnten drei Eizellen gewonnen werden – alle befanden sich im Reifestadium MII.

Schritt 4: Embryologische Präzision und PGT-A in der OLGA Clinic

Für den embryologischen Teil der Behandlung war Dr. Anna Gusareva verantwortlich. Da es in früheren IVF-Zyklen zu einem Befruchtungsversagen gekommen war, entschied sie sich für eine ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion).

Dieses Mal waren die Ergebnisse ausgezeichnet: Alle drei gewonnenen reifen Eizellen wurden erfolgreich befruchtet. Zwei Embryonen entwickelten sich bis zum Blastozystenstadium (Qualität 4AB und 3AB). Durch die PGT-A (Präimplantationsdiagnostik auf Aneuploidien) konnte bestätigt werden, dass die Blastozyste mit der Qualität 4AB chromosomal unauffällig (euploid) war – ein entscheidender Durchbruch für das Paar.

Schritt 5: Optimierung der mütterlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Embryotransfer in der OLGA Clinic

Obwohl bereits eine euploide Blastozyste vorlag, entschieden wir uns zunächst gegen den sofortigen Transfer und konzentrierten uns darauf, Johannas Gebärmutter sowie ihren allgemeinen Gesundheitszustand optimal auf die Schwangerschaft vorzubereiten, um die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung und eine intakte Schwangerschaft zu maximieren.

  • Hysteroskopie: Im Mai 2024 führte Dr. Andreas Baseos eine Hysteroskopie durch. Dabei wurden ein kleiner Endometriumpolyp entfernt, intrauterine Verwachsungen gelöst, der Gebärmutterhals erweitert und eine leichte bikorne Form der Gebärmutter korrigiert. Darüber hinaus stellte Dr. Andreas Baseoser fest, dass der Embryotransfer aufgrund der ausgeprägt nach hinten geknickten Gebärmutter, der Vorgeschichte mit Zervixstenose sowie des verkürzten („amputierten“) Gebärmutterhalses unter Vollnarkose durchgeführt werden sollte.
  • Behandlung der chronischen Endometritis: Eine Endometriumbiopsie zeigte eine ausgeprägte chronische Endometritis, bestätigt durch erhöhte CD8- und CD20-Zellzahlen. Diese wurde gezielt mit einer Kombination aus Antibiotika und Probiotika behandelt.
  • ERA-Test: Eine Endometrial Receptivity Analysis (ERA) bestimmte Johannas individuelles Implantationsfenster. Das optimale Zeitfenster für den Embryotransfer lag 129 Stunden nach Beginn der Progesterongabe.

Das Ergebnis: Ein neues Leben

Dr. Pavel Semenov begleitete Johanna während der gesamten Behandlung – von der Stimulation und Eizellentnahme über die Untersuchung und Vorbereitung der Gebärmutter bis hin zum Embryotransfer.

Im Oktober 2024 wurde die einzige euploide Blastozyste der Qualität 4AB transferiert.

Um höchste Präzision zu gewährleisten und Schmerzen aufgrund der besonderen Anatomie des Gebärmutterhalses zu vermeiden, erfolgte der Embryotransfer unter Vollnarkose.

Die sorgfältige Vorbereitung zahlte sich aus. Im Juni 2025 wurden Johanna und Michael endlich Eltern eines gesunden Jungen, der mit einem Geburtsgewicht von 4.150 Gramm und einer Körperlänge von 51 cm zur Welt kam. Dieser Erfolg war das Ergebnis ihres außergewöhnlichen Mutes sowie der engen interdisziplinären Zusammenarbeit des gesamten Teams der OLGA Clinic.

Danksagung

Unser besonderer Dank gilt Dr. Anna Gusareva für die umfassende Analyse sämtlicher medizinischer Unterlagen von Johanna und Michael sowie ihren Glauben an den Erfolg mit eigenen Eizellen und eigenen Spermien.

Dr. Pavel Semenov für die Entwicklung einer Strategie zur Gewinnung kompetenter Eizellen.

Dr. Anna Gusareva für die Betreuung des embryologischen Behandlungsschritts.

Dr. Andreas Baseos für die sorgfältig durchgeführte Hysteroskopie.

Dr. Pavel Semenov für die Diagnostik und Behandlung der mütterlichen Faktoren sowie die individuell abgestimmte Vorbereitung auf den Embryotransfer, die letztlich eine erfolgreiche Schwangerschaft ermöglichte.

Olya Malysheva und Dr. Olga Romanova für die Begleitung während der gesamten Schwangerschaft.

Alexandra Belyak und Darya Ivanova für Kommunikation, Organisation, Koordination und kontinuierliche Betreuung aus der Ferne.

Und vor allem Johanna und Michael, deren Mut, Durchhaltevermögen, Entschlossenheit, gegenseitige Liebe und Unterstützung dieses kleine Wunder erst möglich gemacht haben.

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Expressen, Sweden | 26 April 2026 | Text: Thérèse Bilby | Photo: Olle Sporrong | Translation: Anna Svarinskaya

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