{"id":5970,"date":"2020-06-15T12:00:00","date_gmt":"2020-06-15T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/olgafertilityclinic.com\/female_infert\/"},"modified":"2020-06-15T12:00:00","modified_gmt":"2020-06-15T12:00:00","slug":"female_infert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/olgafertilityclinic.com\/de\/identifying\/female_infert\/","title":{"rendered":"Unfruchtbarkeit bei der Frau"},"content":{"rendered":"<p><P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In&nbsp;den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts waren 90 Prozent der Eltern bei der Geburt ihres ersten Kindes j\u00fcnger als 30, w\u00e4hrend heute ein Drittel der Eltern \u00fcber 30 Jahre alt ist. Die Fruchtbarkeit bei Frauen nimmt nach dem 30. und insbesondere nach dem 35. Lebensjahr ganz erheblich ab. Im folgenden Abschnitt werden die haupts\u00e4chlichen Ursachen f\u00fcr die Unfruchtbar-keit beschrieben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/P> <H2><I>Eileiterbedingte Unfruchtbarkeit<\/I> <\/H2> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Eileiter sind der Transportweg f\u00fcr die Samenzellen zum Ei und f\u00fcr die befruchteten Eizellen zur Geb\u00e4rmutterh\u00f6hle. Sind die Eileiter verklebt, ist der Weg f\u00fcr die Eizellen besch\u00e4digt oder&nbsp; vollst\u00e4ndig blockiert. Ein Verschluss der Eileiter kann sich aufgrund einer Entz\u00fcndung, voran-gegangener Eileiterschwangerschaften, Operationen oder Endometriose ergeben haben. Es gibt <a title=\"several methods of the fallopian tubes patency evaluation\" href=\"\/de\/infertility\/hormone\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">mehrere Methoden zur \u00dcberpr\u00fcfung der Eileiterfunktion. <\/A>Bei einem Verschluss der Eileiter ist ggfs. die <a href=\"\/de\/infertility\/ivf\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><FONT color=#ff9900>In-vitro-Fertilisation <\/FONT><\/A>die Behandlungsmethode der Wahl.&nbsp;&nbsp; <\/P> <H2><I>Endometriose<\/I> <\/H2> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><a href=\"\/de\/terminology\/#E\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><FONT color=#ff9900>Endometriose <\/FONT><\/A>bedeutet, dass die Geb\u00e4rmutterschleimhaut (Endometrium) au&#223;erhalb der Geb\u00e4rmutter w\u00e4chst. Die Ursache hierf\u00fcr ist unbekannt. Diese Wucherungen k\u00f6nnen an den Eierst\u00f6cken, der Geb\u00e4rmutter, den Eileitern, der Harnblase, dem Darm und anderswo auftreten. Wenn die Wucherungen die Eileiter betreffen, k\u00f6nnen diese wegen der Narbenbildung nicht funktionieren, dennoch k\u00f6nnen die Eileiter durchaus noch f\u00fcr Fl\u00fcssigkeit \u201edurchl\u00e4ssig\u201c sein. Die von den Wucherungen geschaffene Mikroumgebung l\u00e4sst eine nat\u00fcrliche Empf\u00e4ngnis bei Endo-metriose allerdings unm\u00f6glich werden, so&nbsp;dass eine IVF-Behandlung erforderlich sein kann.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/P> <H2><I>St\u00f6rung der Eizellreifung<\/I> <\/H2> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die gest\u00f6rte Eizellreifung ist ein h\u00e4ufiger Grund f\u00fcr die Unfruchtbarkeit der Frau. In&nbsp;den meisten F\u00e4llen handelt es sich hierbei um eine hormonelle Fehlfunktion. Solche hormonbedingten Probleme treten bei Frauen weitaus h\u00e4ufiger als bei M\u00e4nner auf. Ein Ungleichgewicht der Hormone zueinander kann die Einzellreifung und\/oder die Bildung des Gelbk\u00f6rpers behindern. Die folgenden endokrinen Dr\u00fcsen spielen beim Follikelwachstum, der Eizellreifung und der Bildung des Gelbk\u00f6rpers eine wichtige Rolle: <a href=\"\/de\/terminology\/#H\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><FONT color=#ff9900>Hypophyse<\/FONT><\/A>, Schilddr\u00fcse, Nebennieren. Wenn der unerf\u00fcllte Kinderwunsch auf eine endokrine Fehlfunktion zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, empfiehlt sich eine <a title=\"hormonal treatment and&nbsp;stimulation of oocyte maturation\" href=\"\/de\/infertility\/hormone\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Hormonbehandlung und die Stimulation der Eizellreifung<\/A>. Falls mehrere Ursachen Grund f\u00fcr die St\u00f6rung der Fruchtbarkeit sind, stehen je nach individueller Situation, unterschiedliche Be-handlungsmethoden zur Wahl. <\/P> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><a href=\"\/de\/terminology\/#P\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><FONT color=#ff9900>Polyzystisches Ovarialsyndrom <\/FONT><\/A>(PCOS). Oft wird die Unfruchtbarkeit der Frau durch das Auftreten vieler kleiner Zysten, d.h. mit Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllte Bl\u00e4schen, in&nbsp;den Eierst\u00f6cken ausgel\u00f6st, es wird dann von dem so&nbsp;genannten polyzystischen Ovar gesprochen. Dar\u00fcber hinaus wird diese Erkrankung h\u00e4ufig von einem erh\u00f6hten Androgenspiegel (m\u00e4nnliche Hormone) be-gleitet. Meist steht das PCOS mit einer gest\u00f6rten Reifung der Eizellen in&nbsp;Verbindung. Die Gabe von FSH zur <a title=\"stimulation of oocyte maturation\" href=\"\/de\/infertility\/hormone\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Stimulation der Eizellreifung <\/A>hat sich beim polyzystischen Ovarialsyndrom als recht wirksame Behandlungsmethode erwiesen. <\/P> <H2><I>Fehlbildungen von Eierst\u00f6cken, Eileitern oder Geb\u00e4rmutter<\/I> <\/H2> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In&nbsp;sehr seltenen F\u00e4llen sind (zumeist angeborene) Fehlbildungen an den Fortpflanzungsorganen der Grund f\u00fcr die Unfruchtbarkeit der Frau. <\/P> <H2><I>St\u00f6rungen im Immunsystem<\/I> <\/H2> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine gest\u00f6rte Immunantwort&nbsp; ist auch eine sehr seltene Ursache f\u00fcr die Unfruchtbarkeit. Bei solch einer Fehlfunktion h\u00e4lt das weibliche Immunsystem die Eizellen oder die Samenzellen f\u00fcr einen Fremdk\u00f6rper und zerst\u00f6rt ihn. <a href=\"\/de\/infertility\/artifitial\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><FONT color=#ff9900>Intrauterine Insemination <\/FONT><\/A>kann in&nbsp;diesem Fall effektiv sein.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/P> <H2><A name=gc><\/A><I>Genetische Ursachen <\/I><\/H2> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die h\u00e4ufigsten genetischen Ursachen f\u00fcr eine Fruchtbarkeitsst\u00f6rung bei der Frau sind&nbsp; quantitative und strukturelle <a title=\"Aberration in&nbsp;chromosomes\" href=\"\/de\/terminology\/#67\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Chromosomenaberrationen<\/A> und ein Fragiles-X-Syndrom. Die Unfruchtbarkeit bei der Frau wird seltener von genetischen Auff\u00e4lligkeiten verursacht als die beim Mann. 25-50 Prozent der prim\u00e4ren <B >Amenorrhoen<\/B> (keine Regelblutung im Alter von 16 Jahren oder dar\u00fcber) werden von Chromosomenfehlbildungen einschlie&#223;lich des Turner Syndroms (Karyotyp \u2013 45, X) hervorgerufen, an dem durchschnittlich eines von 2500-3500 neu-geborenen M\u00e4dchen leidet. &nbsp;<BR>Bei der sekund\u00e4ren Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung mindestens w\u00e4hrend der letzten sechs Monate) treten diese Anomalien im Karyotyp bei 10-15 Prozent der Patientinnen auf.&nbsp; <\/P> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In&nbsp;5-10 Prozent der Familien, in&nbsp;denen es h\u00e4ufiger zu geburtshilflichen Komplikationen gekommen ist (wiederholte Fehlgeburten, insbesondere in&nbsp;der fr\u00fchen Schwangerschaft, Sterblichkeit, Kinder mit vielen angeborenen Fehlbildungen), finden sich Ver\u00e4nderungen in&nbsp;der Chromosomenausstattung. &nbsp;&nbsp;<\/P> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine zytogenetische Analyse (Bestimmung des Karyotyps) zur Abkl\u00e4rung der Unfruchtbarkeit ist in&nbsp;den folgenden F\u00e4llen ratsam:&nbsp; <\/P> <OL type=1> <LI style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-list: l1 level1 lfo1; tab-stops: list 36.0pt\">prim\u00e4re Amenorrhoe, <\/LI> <LI style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-list: l1 level1 lfo1; tab-stops: list 36.0pt\">sekund\u00e4re Amenorrhoe, <\/LI> <LI style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-list: l1 level1 lfo1; tab-stops: list 36.0pt\">verz\u00f6gerte sexuelle Entwicklung ,<\/LI> <LI style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-list: l1 level1 lfo1; tab-stops: list 36.0pt\">wiederholte (habituelle) Fehlgeburten. <\/LI><\/OL> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Bis zu 5 Prozent der Frauen mit vorzeitiger Menopause sind Tr\u00e4gerinnen des Fragilen-X-Syndroms. Dieses Syndrom ist die h\u00e4ufigste Ursache erblicher geistiger Behinderung, es tritt eher bei Jungen als bei M\u00e4dchen auf. Die genetische Grundlage des Fragilen-X-Syndroms ist eine Ver\u00e4nderung in&nbsp;einer bestimmten Region des weiblichen X-Chromosoms bei weiblichen Tr\u00e4gerinnen.&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/P> <P style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Bei Patientinnen mit:<\/P> <OL type=1> <LI style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo2; tab-stops: list 36.0pt\">vorzeitiger Menopause, <\/LI> <LI style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo2; tab-stops: list 36.0pt\">prim\u00e4rer Amenorrhoe<\/LI><\/OL> <P style=\"MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto\">sollten molekulargenetische Untersuchungen zur Feststellung des Fragilen-X-Syndroms durchgef\u00fchrt werden.&nbsp; <\/P><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In&nbsp;den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts waren 90 Prozent der Eltern bei der Geburt ihres ersten Kindes j\u00fcnger als 30, w\u00e4hrend heute ein Drittel der Eltern \u00fcber 30 Jahre alt ist. 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