{"id":8256,"date":"2020-07-24T07:59:59","date_gmt":"2020-07-24T07:59:59","guid":{"rendered":"https:\/\/olgafertilityclinic.com\/?page_id=8256"},"modified":"2020-07-24T08:05:21","modified_gmt":"2020-07-24T08:05:21","slug":"aeltere-frauen-im-gebaerfaehigen-alter-35","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/olgafertilityclinic.com\/de\/pgt-a\/aeltere-frauen-im-gebaerfaehigen-alter-35\/","title":{"rendered":"\u00c4ltere Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter (35)"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Im Alter zwischen 30 und 35 Jahren sind 30-40% der Blastozysten aneuploid<\/li>\n<li>Im Alter zwischen 40 und 42 Jahren sind 70-80% der Blastozysten aneuploid [Fragouli et al., 2012]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daraus ergibt sich, dass \u00e4ltere Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter einen signifikanten Nutzen aus den PGS aller 23 Chromosomenpaare ziehen.<\/p>\n<p>Um bei der untersuchten Menge mindestens ein euploides Embryo f\u00fcr den Transfer zu finden, ben\u00f6tigen wir eine Mindestanzahl von Blastozysten f\u00fcr die Untersuchung.\u00a0 Je h\u00f6her das Alter einer Eizelle, bzw. je h\u00f6her der Prozentsatz gesch\u00e4digter Embryonen, desto gr\u00f6\u00dfer muss die Zahl der untersuchten Embryonen sein, um mindestens ein euploides Embryo identifizieren zu k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>In&nbsp;einer sehr gro\u00dfangelegten Studie wurde errechnet, wie viele Embryonen je nach Alter der Mutter untersucht werden m\u00fcssen\u00a0[Ata, Munne et al. (2012) Reprod Biomed Online (875 Zyklen, 4600 Embryonen)]<\/p>\n<p><strong>Einige Beispiele:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wenn Sie zwischen 35 und 39 Jahre alt sind, weist die H\u00e4lfte Ihrer Blastozysten eine genetische Sch\u00e4digung auf. Um eine gute Chance zu haben, mindestens ein genetisch einwandfreies, f\u00fcr den Transfer geeignetes Embryo zu finden, m\u00fcssen wir mindestens zwei Blastozysten untersuchen. (Schauen Sie einmal in&nbsp;die Tabelle oben: In&nbsp;der Altersgruppe zwischen 35 und 39 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, mindestens eine euploide Blastozyste zu finden bei 79%, wenn ein bis drei Blastozysten untersucht werden).<\/li>\n<li>Wenn Sie 41 Jahre alt sind, weisen drei Viertel der Blastozysten einen genetischen Defekt auf. Um eine gute Chance zu haben, mindestens ein genetisch einwandfreies, f\u00fcr den Transfer geeignetes Embryo zu finden, m\u00fcssen wir mindestens vier Blastozysten untersuchen. (Schauen Sie einmal in&nbsp;der Tabelle oben nach: In&nbsp;der Altersgruppe zwischen 40 und 42 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, mindestens eine euploide Blastozyste zu finden bei 81%, wenn vier bis sechs Blastozysten untersucht werden).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Was ist aber, wenn Sie \u00fcber 40 sind und nur ein bis zwei qualitative hochwertige Blastozysten zur Zeit produzieren? <\/strong><\/p>\n<p>Ist es wirklich sinnvoll, diese Blastozysten in&nbsp;dem Zyklus zu transferieren, in&nbsp;dem Ihnen die Eizellen entnommen wurden und dadurch negative Schwangerschaftstests, Ersch\u00f6pfung und Frustration hervorzurufen? Ist es wirklich sinnvoll, Sie dem Risiko einer Fehlgeburt auszusetzen, die Ihnen viele Monate Ihrer Lebenszeit stehlen w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Ist es nicht m\u00f6glicherweise sinnvoller, diese Blastozysten zu untersuchen, um herauszufinden, ob sie gesch\u00e4digt sind und dem entsprechend keinen Embryotransfer vorzunehmen?\u00a0<\/p>\n<p>Wir schlagen Ihnen einen dritten, den besten Weg vor: Wie w\u00e4re es, wenn wir f\u00fcr Sie <strong>Ihre pers\u00f6nliche Embryonenbank <\/strong>einrichteten? Es k\u00f6nnten f\u00fcnf oder sogar mehr Blastozysten bei mehreren Eizellentnahmen angesammelt werden, die dann s\u00e4mtlich auf alle 23 Chromosomenpaare untersucht w\u00fcrden!<\/p>\n<p>Und danach w\u00fcrde dann ein geeignetes, genetisch gesundes Embryo transferiert werden und das anstelle von etlichen Embryotransfers mit nicht getesteten Embryonen.<\/p>\n<h3>Embryonenbanking:<\/h3>\n<p>Bei einer 40-j\u00e4hrigen Frau ist lediglich eine von vier Blastozysten euploid. Wenn Sie \u00e4lter als 39 Jahre sind und weniger als drei Blastozysten in&nbsp;einem IVF-Zyklus produzieren, besteht ein hohes Risiko, dass alle Blastozysten genetische Sch\u00e4digungen aufweisen und es zu keinem Embryotransfer kommt. Daher w\u00fcrden Sie von einer pers\u00f6nlichen Embryonenbank profitieren.\u00a0<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen innerhalb von drei bis sechs Monaten zwei oder drei Zyklen zur Eizellentnahmen durchlaufen, um eine f\u00fcr Ihr Alter statistisch gesehen ausreichende Anzahl von Blastozysten zu erhalten, unter denen auch euploide vorhanden sind. In&nbsp;jedem Zyklus werden Embryonen, die bis zum Blastozystenstadium wachsen, biopsiert und unmittelbar nach der Biopsie eingefroren. Sobald wir eine gute Menge Blastozysten, die einer Biopsie und anschlie\u00dfender Kryokonservierung unterzogen worden sind, gesammelt haben, d.h. eine f\u00fcr Ihr Alter statistisch ausreichende Anzahl von Blastozysten, unter denen auch euploide vorhanden sind, testen wir alle 23 Chromosomenpaare bei s\u00e4mtlichen Proben, die entnommen und nach der Biopsie gelagert wurden. Anschlie\u00dfend informieren wir Sie, ob euploide Embryonen gefunden wurden. Wenn das der Fall ist, k\u00f6nnen wir Sie kurz danach wieder bei uns zum Embryotransfer mithilfe eines oder mehrerer Ihrer gefrorenen, euploiden Embryonen begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Lassen Sie uns ein Beispiel anschauen:<\/strong><\/p>\n<p><em>Eine 41-j\u00e4hrige Patientin (ein Viertel der Blastozysten sind euploid) hat sich drei Stimulationsbehandlungen und Eizellentnahmen in&nbsp;drei aufeinander folgenden Menstruationszyklen unterzogen. Die drei Eizellentnahmen haben insgesamt f\u00fcnf Blastozysten produziert, die jeweils am 5. Tag nach der jeweiligen Eizellentnahme biopsiert und mittels Vitrifizierung\u00a0eingefroren wurden <u>(<\/u>Embryonenbank) Die Biopsieproben wurden gelagert und anschlie\u00dfend zum Testen aller 23 Chromosomenpaare untersucht. Lediglich eines der f\u00fcnf Blastozysten schien euploid zu sein, es wurde in&nbsp;einem gefrorenen-aufgetautem Zyklus in&nbsp;die Geb\u00e4rmutter eingesetzt und entwickelte sich zu einer <\/em><em>Geburt eines lebendes Kindes<\/em><em>. <\/em><\/p>\n<h3>Welche Vorteile hat die pers\u00f6nliche Embryonenbank?<\/h3>\n<ul>\n<li>Der PGS bleibt dadurch nicht nur eine diagnostische Methode, sondern wird zu einem wirksamen Hilfsmittel, um den Erfolg von IVF-Behandlungen bei \u00e4lteren Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter und\/oder bei Frauen mit geringen Follikelreserven zu steigern<\/li>\n<li>Die Embryonenbank und die sog. Array-CGH (aCGH) Untersuchung unterst\u00fctzen Sie dabei, wiederholte negative Ergebnisse beim Schwangerschaftstest zu vermeiden<\/li>\n<li>Zum Embryotransfer wird ein lebensf\u00e4higes, genetisch gesundes Embryo genutzt anstelle von mehreren Transfers mit nicht untersuchten Embryonen<\/li>\n<li>Vermeidung der m\u00f6glichen Folgen einer Fehlgeburt eines Embryos mit genetischer Sch\u00e4digung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Schlussfolgerung: Die pers\u00f6nliche Embryonenbank l\u00e4sst d<\/em><\/strong><strong><em>er PGS<\/em><\/strong><strong><em> nicht nur eine diagnostische Methode sein, sondern macht sie zu einem wirksamen Hilfsmittel zur Steigerung der Erfolgsquoten Ihrer IVF-Behandlung. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Was w\u00e4re dieser 41-j\u00e4hrigen Patientin widerfahren, wenn sie den &#8220;traditionellen Weg&#8221; ohne PGS eingeschlagen h\u00e4tte? <\/strong><\/p>\n<p><em>Die 41-j\u00e4hrige Patientin (ein Viertel der Blastozysten sind euploid) hat sich der Stimulationsbehandlung und Eizellentnahme unterzogen und hat schlie\u00dflich lediglich zwei Blastozysten erhalten. Sie wurde schwanger und erlitt in&nbsp;der 12. Woche eine Fehlgeburt aufgrund der Aneuploidie ihres Embryos. Nach einer zwei- bis dreimonatigen Pause unternahm sie einen erneuten Versuch der Stimulation und Eizellentnahme. Wiederum war der Embryotransfer von zwei Blastozysten m\u00f6glich. Sie wurde nicht schwanger. Zwei Monate sp\u00e4ter wurde ein dritter Versuch gestartet, der zwar zum Transfer von nur einer Blastozyste, aber zu keiner Schwangerschaft f\u00fchrte. Es ist fast ein Jahr vergangen, sie ist jetzt 42 Jahre alt und w\u00fcrde einen weiteren IVF-Zyklus mit erheblich geringeren Chancen ben\u00f6tigen.\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Wenn sie eine <\/em><em>PGS<\/em><em> Untersuchung zum Testen aller 23 Chromosomenpaare bei diesen f\u00fcnf Embryonen h\u00e4tte vornehmen lassen, h\u00e4tten wir festgestellt, dass alle f\u00fcnf Embryonen einen genetischen Defekt aufwiesen. Sie h\u00e4tte sich sofort f\u00fcr eine vierte Stimulationsbehandlung mit anschlie\u00dfender Eizellentnahme entscheiden k\u00f6nnen, um mehr Embryonen zu produzieren oder sie h\u00e4tte sich entschlie\u00dfen k\u00f6nnen, andere Alternativen auszuloten (<a href=\"\/de\/eizellspende\/\">Eizellspende<\/a><u>)<\/u>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Alter zwischen 30 und 35 Jahren sind 30-40% der Blastozysten aneuploid Im Alter zwischen 40 und 42 Jahren sind 70-80% der Blastozysten aneuploid [Fragouli et al., 2012] Daraus ergibt sich, dass \u00e4ltere Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter einen signifikanten Nutzen aus den PGS aller 23 Chromosomenpaare ziehen. 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